Badmöbel aus Holz richtig pflegen

20.06.2017 10:22 von Trendbad24-Blog

Badmöbel aus Holz

Badmöbel aus Holz richtig pflegen

Der Trend geht ganz eindeutig zu Naturmaterialien im Bad: Wertvolles Holz, Naturstein und Flußkiesel als Bodenbelag für die Dusche. Für viele Jahre galt Holz allerdings als sehr problematisch und in Feuchträumen praktisch als nicht einsetzbar. Problematisch ist es immer noch, bei richtiger Pflege sind aber Massivhölzer heute auch im Badbereich durchaus möglich. Was man unbedingt tun muss, worauf man achten muss, und wie man Holzmöbel im feuchten Bad richtig pflegt, können Sie in unserem Beitrag ausführlich erfahren.

Holzböden: die Alternative

Gerade der Boden im Bad bekommt besonders viel Feuchtigkeit ab. Echtholzböden wären hier tatsächlich sehr problematisch, Dielen in Massivholz noch viel mehr. Hier gibt es aber eine einfache, sehr gute Möglichkeit, wie man dennoch nicht auf hochwertiges Holzdesign verzichten muss.

Fliesen in Holzoptik sind heute optisch von so hoher Qualität, dass sie von Massivholz praktisch nicht mehr zu unterscheiden sind. Neue Strukturtechniken lassen die Optik, aber auch die Haptik noch naturnäher und authentischer wirken. Lesen Sie mehr, worauf Sie beim Verlegen von Holzboden im Bad achten sollten.

Badmöbel aus Holz richtig pflegen

Mit guter Pflege und den richtigen Schutzmaßnahmen besteht bei Holzmöbeln im Bad kaum ein Risiko für das hochwertige Holz - Voraussetzung ist allerdings, dass man alles richtig macht.

Typische Probleme für Badmöbel aus Holz sind

  • stehendes Wasser 
  • nicht ausreichend abgelüftete Feuchtigkeit
  • falsche Reinigung
  • fehlender Holzschutz
  • falsches Material

 

Stehendes Wasser

Holz und Holzoberflächen dürfen nicht längere Zeit stehendem Wasser oder Dauernässe ausgesetzt sein. Selbst die formstabilsten Hölzer quellen dadurch mit der Zeit auf und werden beschädigt. Gerade die Flächen neben dem Waschbecken sind hier besonders gefährdet, da größere, ebene Holzflächen auch unter einer gewissen Spannung stehen, und sich durch das Aufquellen noch stärker verformen.

Einfache Abhilfe: Holzflächen einfach immer ganz kurz mit einem Handtuck trocken wischen. Das gilt sowohl für den Badezimmerschrank aus Holz, den Waschtisch oder die Ablagefläche neben dem Waschbecken. Stehendes Wasser muss immer vollständig abgewischt werden.

Zu wenig abgelüftete Feuchtigkeit

Wer kennt die Dampfschwaden nach dem Duschen oder Baden nicht? Grundsätzlich sind sie kein Problem - sie sollten allerdings keinesfalls im Raum stehen bleiben. Die anhaltend viel zu hohe Luftfeuchtigkeit kann ebenfalls Holzoberflächen mit der Zeit aufquellen lassen. Zudem verhindert sie, dass durchnässtes Holz ausreichend schnell abtrocknen kann - wodurch sich wiederum das Problem stehender Feuchtigkeit ergibt.

Die Abhilfe ist hier nicht ganz so einfach: In der Regel sollte in jedem Bad eine ausreichende Belüftung vorhanden sein, um die entstehende Feuchtigkeit möglichst schnell und vollständig abzulüften. Gerade bei fensterlosen Bädern ist das aber oft ohne eine Außenlüftung fast nicht zu bewerkstelligen. Die Entlüftung sorgt im Übrigen nicht nur für den Schutz der Holzmöbel: auch andere Baumaterialien werden durch die anhaltend zu hohe Luftfeuchtigkeit geschädigt, wie etwa verputzte Bereiche im Bad. Zudem besteht durch überhöhte Luftfeuchtigkeit und mangelnde Belüftung immer ein sehr hohes Risiko für Schimmelbildung.

Andere Probleme mit Badmöbeln aus Holz

Möbel aus Holz pflegen

Holz ist nicht ganz so einfach zu reinigen wie andere Oberflächen. Gerade bei Flecken bildenden Substanzen oder chemischen Mittelchen ist hier etwas Vorsicht geboten. Vieles, das man von Fliesen noch recht problemlos abwischen kann, ohne Spuren befürchten zu müssen, hinterlässt auf Holz nicht mehr entfernbare Flecken. Denken Sie an dieses Problem auch beim Spiegelschrank, in dem Sie diverse Mittelchen und Fläschchen unterstellen und schützen Sie den Spiegelschrank entsprechend (Plastik-Unterlage im Inneren, etc.).

Auch die geringere mechanische Beanspruchbarkeit von Holzoberflächen sollte man immer ein wenig im Auge haben. Fallen schwere Gegenstände auf die Holzoberfläche gibt es - außer bei sehr harten Hölzern - schnell einmal Dellen. Auch das Risiko für Kratzer ist höher als bei anderen Oberflächen. In der Regel kann man das durch etwas Umsicht aber meist vermeiden, kleinere Beschädigungen lassen sich mit passenden Mitteln (Reparaturset für Holzmöbel) meist schnell und einfach reparieren, so dass sie nicht mehr sichtbar sind.

Die richtige Holzart

Grundsätzlich kann man bei entsprechendem Schutz fast jede Holzart auch in Feuchträumen einsetzen - feuchte- und schimmelresistente Hölzer wie Tropenholz, Robinie oder auch Walnuss, Wenge oder Lärche eignen sich natürlich noch besser für Badezimmer. Wichtig ist auch ruhige, nur wenig arbeitende Holzarten zu verwenden. Das Holz ist immer großen Temperatur- und Feuchtigkeitsschwankungen ausgesetzt. Holzarten, die darauf mit weniger arbeiten reagieren, eignen sich in der Regel besser als andere.

Achten Sie auch auf die Tendenz zu Verfärbungen: Eiche hat einen hohen Gerbsäureanteil und neigt daher etwas leichter zu Verfärbungen, alle Hölzer mit roten Farbtönen können gelegentlich abfärben. Kiefer und Lärche sind besonders hygienisch und töten sogar Bakterien recht wirksam ab. Auch auf diesen Effekt kann man setzen, wenn man Holzmöbel im Bad auswählt. Kiefer sollten Sie aber wegen der Gefahr der Bläuebildung möglichst nicht in den Bereichen einsetzen, wo Spritzwassergefahr besteht.

Der richtige Holzschutz

Grundsätzlich gilt: Neben dem aktiven ist auch der passive Holzschutz grundlegend wichtig. Badmöbel müssen immer so gestaltet und aufgestellt sein, dass Feuchtigkeit möglichst schnell abtrocknen kann. Zudem muss man ausreichend für Abdichtung sorgen, damit kein Wasser hinter die Möbel (etwa den Unterschrank) laufen und sich dort sammeln kann.

Beim aktiven Holzschutz hat man mehrere Möglichkeiten: Lackieren, Wachsen oder Ölen. Eine diffusionsdichte Lackschicht (lässt keinen Wasserdampf durch) ist im Allgemeinen im Bad aber nicht die beste Holzschutzmöglichkeit. Den besten Schutz erhalten Sie mit Hartwachs-Ölen, einer Kombination aus Holzwachs und Öl.

Das Öl dringt tief in das Holz ein und schützt das Holz sehr tiefgreifend. Feuchtigkeit kann dennoch problemlos aus dem Holz verdunsten und das Holz damit vollständig abtrocknen. Durch die aushärtende Oberflächenschicht bleibt auch die Holzoberfläche bestmöglich geschützt. Öle und Hartwachsöle können für jede Holzart verwendet werden, gute Universalöle sind Leinöl oder Tungöl, am besten verwendet man aber Hartwachsöle, die noch besseren Schutz bieten. Sie erhalten diese Öle immer speziell für eine bestimmte Holzart.

Holzmöbel reinigen

Starke chemische Reinigungsmittel, scheuernde oder schleifende Reinigungsgeräte oder starke Säuren und Laugen haben beim Holzmöbel reinigen nichts verloren. Schmutz wischt man am besten mit einem nebelfeuchten Tuch ab. Eventuell lässt sich Holzseife für eine pflegende Reinigung verwenden, achten Sie aber darauf, für welche Holzarten und Holzbehandlungen die Seife geeignet ist.

Holzmöbel pflegen

Bei geöltem Holz sollte man regelmäßig mindestens einmal jährlich nachölen. Reiner Wachsschutz muss öfter erneuert werden (mindestens 2 - 3 mal jährlich). Beanspruchte Stellen können Sie auch häufiger nachölen oder nachwachsen.

Achten Sie darauf, dass Sie überschüssiges Öl immer sauber abwischen und dass die Möbel nach dem Ölen oder Wachsen ausreichend trocknen können. Wenn Sie Ihre Holzmöbel so pflegen, ist das in der Regel immer ausreichend.

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