Digitalisierung im Bad - Ideen und Zukunftsvisionen

09.06.2015 08:00 von Trendbad24-Blog

Helle Lichter über dem Waschbecken

Das Badezimmer ist ein Ort, der dem Wohlgefühl dient. Reinigung, Pflege, Wellness kommen zusammen - klar, dass man sich da gerne verwöhnen lässt. Sogenannte smarte Häuser gibt es schon länger, und künftig wird auch das Badezimmer digitalisiert werden.

Licht, Wärme, Sichtschutz - vieles ist schon möglich

Smarte Häuser können ihren Bewohnern schon viel abnehmen. Lüftung, Verdunkelung, elektrisches Licht und Heizung regulieren sich von alleine. Alles ist an Sensoren angeschlossen, reagiert auf kleinste Veränderung, wird per Computer der gewünschten Einstellung angepasst. Das spart Energie, dient dem Schutz vor Einbrechern und natürlich der Unfallvermeidung. Neu sind diese Entwicklungen nicht wirklich, es gibt sie schon länger und in Form von Bewegungsmeldern, die Licht anschalten, werden sie vor allem im Außenbereich schon lange gezielt eingesetzt.

Im Badezimmer ist das alles auch möglich und längst keine Zukunftsmusik mehr. Licht und Heizung können über Sensoren geschaltet werden, Wasserboiler können über eine Zeitschaltuhr betrieben werden, eine mit Sensoren ausgerüstete Klimaanlage sorgt für ein angenehmes Raumklima, während die Jalousien automatisiert sind.

Das Leben kann so einfach sein

Man stelle sich vor: Abends geht die Tür auf, man betritt das Badezimmer. Das Licht geht an, die Tür öffnet sich. Die Badewanne füllt sich mit exakt wohltemperiertem Wasser, die Heizung ist schon lange genug an, um das Badezimmer angenehm aufgeheizt zu haben. Nach dem Bad liegen vorgewärmte Handtücher bereit. Die Wanne leert sich nach Verlassen des Raumes alleine und bei geschlossener Tür geht auch das Licht wieder aus.

Die Duschkabine ist ebenerdig zu betreten, Handläufe sorgen für Sicherheit und eine Sitzgelegenheit nimmt den gebrechlichen Menschen auf, fährt langsam nach unten, klappt nach hinten - Duschen dient der Entspannung, nicht nur der Reinigung. Das klingt gut, nicht? Vor allem für ältere Menschen und Menschen mit Beeinträchtigungen sind diese technischen Spielereien mehr als nur angenehm. Sie vereinfachen das Leben.

Behindertengerechtes Badezimmer oder einfach nur ein Wohlfühlbad?

Digitalisierung im BadezimmerViele Menschen wollen statt der Badewanne eine Duschkabine kaufen, wenn das Badezimmer umgebaut wird. Und ein Umbau ist oft nötig, denn alte Menschen haben Probleme, in eine Badewanne mit erhöhtem Rand oder einer Duschwanne zu steigen oder am Waschtisch zu stehen. Es braucht Sitzgelegenheiten, die sich bewegen lassen, die abgesenkt werden können. Es braucht vielleicht sogar therapeutische Geräte für Massagen oder ähnliches. Das Badezimmer wird umgebaut, um möglichst lange selbständig bleiben zu können, aber auch, um nachhaltigere Produkte zu nutzen. Denn gerade im Bereich von Hygiene und Sanitär wird viel Neues entwickelt, kommen ständig neue, sparsamere, ressourcenschonende Produkte auf den Markt.

Verantwortung für sich selbst erhalten - Verantwortung für andere übernehmen

Die Digitalisierung des Badezimmers ist nicht nur eine Spielerei. Natürlich sind auf den Spiegel projizierte Nachrichten, musikalische Untermalung und Lichterspiele im Badewasser eher dem Luxus als dem tatsächlichen Bedarf geschuldet. Einstiegshilfen für Dusche und Wanne können die Reinigung im Sitzen oder Liegen ermöglichen. Sensoren, die Licht und Wärmehaushalt nach tatsächlichem Bedarf regeln, können im Badezimmer mehr als 30 % der Energie einsparen - das heißt Umweltschutz, Ressourcenschutz.

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