Dusch- & Badetempel - Wenn es zur Religion wird

07.07.2015 10:00 von Trendbad24-Blog

Andere Kulturen, andere Sitten

Das Zelebrieren der körperlichen Hygiene gehört in nahezu allen Kulturkreisen zu einem wichtigen Bestandteil des täglichen Lebens. Bereits die alten Römer bauten Badehäuser, die als gesellschaftliches Zentrum fungierten und der Besuch des öffentlichen Hammam gehört noch heute in vielen muslimisch geprägten Ländern zum Alltag der Gläubigen. Badeanstalten, Kurbäder und Wellness-Einrichtungen aller Couleur erzählen von der speziellen Position, die das Baden und Duschen noch dieser Tage genießen.

Heimische Wellness-Oasen

Wer sich nicht nur in Schwimmbädern und Saunalandschaften der Entspannung und Erholung hingeben möchte, die derartige Einrichtungen versprechen, bekommt die Möglichkeit offeriert, auch das private Badezimmer in einen wahren Wellness-Tempel umzufunktionieren. Badewannen für zwei Personen, in denen via Luftstrom Wassersprudelbäder genossen werden können, symbolisieren diesbezüglich eine Alternative. Auch gängige Badewannen lassen sich mit speziellen Sets zu einem Massagebad nachrüsten. Nennt man eine Sauna sein Eigen, verlangt diese Tatsache nach einer ansprechenden und formschönen Möglichkeit für das anschließende Abduschen. Mit einer großflächigen Kabine und einem Duschkopf, der mannigfaltige Regulationsstufen bietet, vermag man sich nicht nur zu erfrischen, sondern auch einzelnen Körperregionen durchblutungsfördernde Massagen widerfahren zu lassen.

Je nach den zur Verfügung stehenden Quadratmetern und den individuellen Prioritäten untermauern Dekorationen und Accessoires den Charakter des hauseigenen Dusch- und Badetempels. Orientalische Bäder lassen sich mit ebenjenen Fliesen simulieren und immergrüne Pflanzen suggerieren, sich in einem Ayurveda-Resort aufzuhalten und nach dem Vorbild des finnischen Dampfbades markiert ein im Garten aufgestelltes, rotes Falun-Häuschen das Ambiente nordeuropäischer Badekultur. Der gestalterischen Freiheit sind also keine Grenzen gesetzt.

Duschen und Baden als spirituelle Riten

In allen großen Religionsgemeinschaften wird der reinigenden Wirkung des Wassers eine symbolische Bedeutung beigemessen. Von der christlichen Taufe, bis hin zur Säuberung von Händen und Füßen vor dem islamischen Gebet gen Mekka erzählt alles von der religiösen Verwurzelung des Badens. Für Hindus verheißt das Bad im heiligen Fluss Ganges die Reinigung von allen sündhaften Handlungen und verspricht darüberhinaus die Absolution. Auch gehörte das samstägliche Bad vor dem Sonntagskirchgang und wichtigen Feiertagen, bis Anfang des vergangenen Jahrhunderts zu den festen Ritualen jeder gläubigen, europäischen Familie.

Baden, duschen und Religiosität bilden eine Einheit und avancieren die Körperhygiene zu einem Moment, der mehr als Sichtbares zu entfernen scheint. Ob aus religiöser Überzeugung, oder einfach nur aufgrund der vitalisierenden und wohltuenden Wirkung: stimmungsvolles und ausgedehntes Baden bringt Menschen zu der Überzeugung, sich anschließend freier und in jedweder Hinsicht gereinigt zu sehen.

Sinnlich Säuberndes als Raumgestalter

Das Umgestalten des eigenen Badezimmers, oder die Erhebung eines vormals ungenutzten Kellerraums zum persönlichen Wellness-Resort, erhöht nicht nur die tatsächliche Wertigkeit des privaten Wohnhauses oder der Eigentumswohnung. Darüberhinaus schaffen Duschtempel, Wärmekabinen, Bidets, barrierefreie Duschen oder freistehende, ovale Badewannen eine ungeahnte emotionale Tiefe für das Eigenheim. In Zeiten stressiger Hektik, abends den Rückzugsort "Badezimmer" anzusteuern, verhilft allen Anforderungen des täglichen Lebens entspannter gerecht zu werden.

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