Ein altersgerechtes Badezimmer rechtzeitig planen

26.11.2014 08:52 von Trendbad24-Blog
altersgerechtes Badezimmer

altes Ehepaar im altersgerechten BadezimmerJeder Mensch möchte so lange es geht, in den eigenen vier Wänden wohnen können. Das ist in den meisten Fällen nur durch einen altersgerechten Umbau möglich. Ein besonderes Augenmerk ist auf das Badezimmer zu richten, da die Körperpflege von elementarer Bedeutung ist. Es ist sinnvoll, rechtzeitig das Bad umzubauen, damit es sich im Bedarfsfall für Senioren eignet.

Auch ein jüngerer Mensch kann durch eine Krankheit oder einen Unfall in der Bewegungsfähigkeit eingeschränkt sein. Dann ist es vorteilhaft, wenn das Bad trotzdem uneingeschränkt nutzbar ist.

Der Umbau kostet Geld

Viele Menschen zögern den Umbau des Badezimmers hinaus, da diese Maßnahme mit hohen Kosten verbunden ist. Die Kosten lassen sich mit den Fördermitteln der kfw in Grenzen halten. Mithilfe des kfw-Förderprogramms 159 wird die Sanierung oder auch der altersgerechte Umbau einer Wohnung bezuschusst. Das sind die wichtigsten Eckpunkte:

  • Kreditsumme bis 50.000 Euro pro Wohneinheit
  • Effektiver Jahreszins ab 1,0 Prozent
  • Förderung unabhängig vom Alter
  • Förderung sämtlicher Maßnahmen zum seniorengerechten Wohnen

Bauliche Veränderungen des Bads

Eine gute Planung für den altersgerechten Umbau des Badezimmers ist enorm wichtig. In vielen Wohnungen sind die Türen zum Bad schmaler als andere Zimmertüren. Das sollte auf jeden Fall geändert werden. Die Tür muss ausreichend breit sein, damit ein Senior mit einem Rollator oder einem Rollstuhl ins Bad gelangen kann. Zudem ist es vorteilhaft, wenn sich die Tür nach außen öffnen lässt. Falls im Bad eine Person ausrutscht und nicht aus eigener Kraft aufstehen kann, ist es möglich, dieser Person zu helfen. Öffnet sich die Tür nach innen, wird sie mitunter durch die am Boden liegende Person blockiert.
Besonders wichtig sind die Fußbodenfliesen. Diese sollten rutschfest sein. Betritt ein älterer Mensch mit Gehhilfen das Bad, hat es fatale Folgen, wenn die Fliesen nicht rutschfest sind. Das führt unweigerlich zum Sturz.

Die sanitären Einrichtungen barrierefrei gestalten

Für einen älteren Menschen ist es unangenehm, sich bei der Körperpflege von einer anderen Person helfen zu lassen. Deshalb ist die Ausstattung des Bads mit einer altersgerechten Einrichtung wichtig. Beispielsweise gibt es höhenverstellbare Waschbecken. Diese ermöglichen eine Nutzung in sitzender Position. Für das Toilettenbecken stehen unterschiedliche Erhöhungen zur Wahl. Besonders wichtig ist eine bodengleiche Dusche. Zur Realisierung einer solchen Seniorendusche eignet sich eine sogenannte Walk in Dusche am besten. Bei solch einer Dusche stören weder Stufen noch enge Türen beim Einstieg. Zudem liegen diese Duschen voll im Trend.

Viele Senioren möchten nicht auf ihre Badewanne verzichten. Das müssen sie auch nicht, denn es gibt mehrere Möglichkeiten, eine Badewanne im Alter zu nutzen. Beispielsweise lässt sich mit wenig Aufwand eine Stufe vor der Badewanne einbauen. Die optimale Seniorenbadewanne muss in dem Fall mit einem rutschfesten Wannenboden ausgestattet sein. Für Senioren, die nicht mehr aus eigener Kraft in die Wanne steigen können, gibt es unterschiedliche Lifte. Die Bedienung der Lifte ist einfach. Unter bestimmten Voraussetzungen werden die Kosten von der Kranken- oder Pflegeversicherung übernommen.

Worauf sonst noch zu achten ist

Nicht nur eine bodengleiche Dusche und ein barrierefreier Zugang sind beim Umbau des Badezimmers zu beachten, sondern auch die Elektroinstallation sollte altersgerecht sein. Das bedeutet, dass sowohl Schalter als auch Steckdosen leicht erreichbar sind. Sie sollten nicht zu hoch und auch nicht zu tief montiert werden. Optimal ist es, wenn sich alle Komponenten auch in sitzender Position bequem erreichen lassen. Daneben sollten noch weitere Voraussetzungen geschaffen werden. Dazu gehören:

  • Zahlreiche gut erreichbare Ablagen
  • Staufächer für alle wichtigen Utensilien
  • Spiegel in passender Höhe
  • Haltegriffe an Dusche und Badewanne
  • Möglichst viel Platz schaffen

Aufgrund des begrenzten Raums ist es sinnvoll, alle nicht benötigten Badmöbel und Geräte aus dem Badezimmer zu entfernen. In vielen Bädern stehen eine Waschmaschine und ein Trockner. Diese Geräte müssen nicht dort stehen. Es ist sinnvoller, einen Hauswirtschaftsraum einzurichten. Auch dafür können kfw-Fördermittel in Anspruch genommen werden. Die günstigen kfw-Kredite sind nicht nur an ein altersgerechtes Badezimmer gebunden, sondern sie sind für den kompletten seniorengerechten Umbau verfügbar.

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