Elektrische Fußbodenheizung im Bad - endlich warme Füße

25.10.2016 15:43 von Trendbad24-Blog

Heizmatten im BadElektrische Fußbodenheizungen sind bei Neubauten heute eines der am häufigsten verwendeten Heizsysteme, das weiterhin immer mehr an Beliebtheit gewinnt. Aber auch bei einem anderen, schon bestehenden Heizsystem kann eine elektrische Fußbodenheizung im Bad sehr angenehm und komfortabel sein. Welche Vorteile das bringt, und woran beim Einbau oder beim Nachrüsten einer Fußbodenheizung gedacht werden muss, zeigen wir in diesem Beitrag.

Vorteile einer elektrischen Fußbodenheizung im Bad

Die Vielzahl der Vorteile, die eine solche Heizung bringt, ist überzeugend:

  • Fußbodentemperierung und Anwärmen der ansonsten kalten Fliesen
  • sehr gleichmäßig verteilte Raumwärme, besonders im Vergleich zu anderen Heizsystemen
  • zusätzliches Anwärmen des Badezimmers in der Übergangszeit, wo die Hauptheizung noch nicht in Betrieb ist
  • Vorbeugung gegen die im Bad häufig auftretenden Feuchtigkeitsprobleme und wirksame Schimmelprävention, Vermeidung von Wärmebrückenbildung speziell in Randbereichen
  • Heizung nur bei Bedarf durch kurze Aufheizzeiten (Heizkosten für eine Permanentheizung werden gespart)

Es gibt also eine Menge Argumente, die für eine solche elektrische (Zusatz-)Heizung sprechen. Was oft übersehen wird, ist, dass Bäder so gut wie immer kalte Ecken haben. Die herrschenden Temperaturunterschiede sorgen nicht nur für unangenehme Empfindungen – gerade in diesen Cold Spots gibt es auch häufig Probleme mit Restfeuchtigkeit, Feuchtigkeitsschäden und nachfolgend oft auch mit Schimmelbildung.

Durch gewöhnliche Heizsysteme (etwa ein herkömmlicher Badheizkörper) lassen sich diese Bereiche häufig nicht ausreichend erwärmen - oder nur mit großem Aufwand. Eine Fußbodenheizung erzeugt dagegen ein sehr gleichmäßiges und ausgeglichenes Raumtemperaturprofil. Die elektrische Fußbodenheizung im Bad ist also nicht allein eine Sache des persönlichen Komforts - sondern auch technisch häufig durchaus sinnvoll.

Einbau einer elektrischen Fußbodenheizung im Bad

Fliesen entfernen im BadGrundsätzlich ist der Einbau elektrischer Heizsysteme nicht besonders schwierig. Sie sind in Form einzelner Heizmatten ausgeführt, die einfach zusammengeschlossen werden und so eine durchgehende Heizfläche bilden. Eine Fußbodenheizung im Bad nachzurüsten erfordert allerdings, dass die Matten unter den Badfliesen verlegt werden können. Das macht natürlich nur Sinn, wenn das Bad renoviert wird und der Fliesenspiegel ohnehin komplett entfernt wurde.

Eine Entfernung der Fliesen, um eine Fußbodenheizung zu verlegen, würde wohl nur in den wenigsten Fällen Sinn machen. Am besten plant man eine solche Lösung deshalb gleich beim Bau ein oder führt sie bei einer umfassenden Badsanierung aus. Der Elektriker muss dann zusätzlich auch für einen entsprechenden Anschluss und die richtige Absicherung der Fußbodenheizung sorgen.

Heizmatten für die Dusche

Unsicherheiten gibt es auch immer wieder in Bezug auf das Verlegen unterhalb der Dusche oder der Badewanne. Technisch spricht nichts dagegen, eine Fußbodenheizung unter Sanitärobjekte zu verlegen - wirksam ist die Heizung augenscheinlich aber nur in den Bereichen, in denen die Bodenfläche unbedeckt ist. Auch bei einer herkömmlichen, wasserführenden Fußbodenheizung würde immer die gesamte Fläche durchgehend mit den Heizleitungen bedeckt. Eine Verlegung allein in den freien Bereichen (um Kosten zu sparen) ist aber natürlich ebenfalls möglich.

Wenn Sie im Zuge der Badsanierung eine neue Duschkabine kaufen wollen, kann man bei bodengleichen Duschen ebenfalls spezielle Heizmatten mit einbauen. Auch der Boden der Dusche ist dann angenehm warm und man muss nicht in eine kalte Duschwanne treten. Verwendung finden hier spezielle Matten, die besonders feuchtigkeitsgeschützt sind (spezielle elektrische Schutzklasse, meist IPX8).

Füße unter der Dusche

Technik und Stromverbrauch

Mit Strom zu heizen, gilt gemeinhin als wenig effizient und teuer - bei einer elektrischen Fußbodenheizung im Bad muss man das allerdings etwas differenzierter betrachten. Je nach Dimensionierung der Heizung (100 - 160 W/m² sind hier üblich) ist der Stromverbrauch unterschiedlich.

Zu bedenken ist, dass die Fußbodenheizung nicht ständig in Betrieb ist, sondern nur bei Bedarf eingeschaltet wird. In der Regel wird hier - vor allem wenn es sich um die alleinige Heizung handelt - auch noch zusätzlich über Thermostate geregelt, der dafür erforderliche Sensor wird einfach in eine Nut in der Wand eingebaut. Damit wird immer nur so viel Strom verbraucht, wie zum Erreichen einer angenehmen Badtemperatur auch benötigt wird.

Wird die elektrische Fußbodenheizung lediglich als zusätzliche Wärmequelle (außer in den Übergangszeiten) verwendet, kann sie natürlich deutlich kleiner dimensioniert werden. Der Raum wird dann lediglich temperiert und das Raumtemperaturprofil angenehm ausgeglichen. Für beide Fälle sollte die Dimensionierung unbedingt mit einem Fachmann besprochen werden. Dann lässt sich auch der Stromverbrauch schon im Vorhinein recht exakt abschätzen

Zeitsteuerung der Heizung

Eine Zeitsteuerung kann bei elektrischen Fußbodenheizungen durchaus sinnvoll sein und sollte möglichst mit eingeplant werden. Die Heizung geht dann immer schon kurz vor den Zeiten in Betrieb, in denen man üblicherweise das Bad betritt und hat den Fußboden und den Raum bereits vorgewärmt. Das ist ein recht deutlicher Komfortgewinn - der überdies auch leicht zu realisieren ist.

Das Anschließen der elektrischen Fußbodenheizung im Bad sollte man unbedingt einem Fachbetrieb überlassen - dafür ist das entsprechende Fachwissen unbedingt erforderlich.

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