Holzboden im Bad: So haben Sie lange Freude am Naturmaterial

29.05.2017 10:54 von Trendbad24-Blog

Holzboden im Bad

Holzboden im Bad ist im ersten Moment für die meisten Menschen wahrscheinlich etwas ungewöhnlich, doch das angenehme Gefühl des warmen Naturproduktes unter den Füßen erfreut sich immer größerer Beliebtheit. Denn was passt besser in den persönlichen Spa-Bereich als ein hochwertiger Holzboden? Damit die Füße und ihre Besitzer lange Freude an dem hochwertigen Holzboden im Badezimmer haben, gilt es allerdings einige Punkte zu beachten.

Holzboden liegt im Trend, schließlich ist das Naturmaterial ein echter Fußschmeichler. Diese Vorzüge kann der Bodenbelag besonders gut im Badezimmer ausspielen, wo wir uns meistens barfuß aufhalten. Zudem fühlt sich das Material immer warm und weich an und sorgt für eine wohnliche Atmosphäre. So spricht erst einmal alles für den Einsatz des Naturbodens im Badezimmer, doch leider gibt es auch einige Einschränkungen. Denn den speziellen Bedingungen im Badezimmer sind nicht alle Hölzer gewachsen. Doch mit der Auswahl des geeigneten Materials und der fachgerechten Verlegung trotzt der Holzboden auch hoher Luftfeuchtigkeit und Temperaturschwankungen im Bad. Bei entsprechender Pflege steht also dem Einsatz im Badezimmer nichts mehr im Wege.

Das richtige Holz und fachgerechte Verlegung sind wichtig

Bisher wurde die allgemeine Ansicht vertreten, dass sich Holz und Wasser nicht vertragen. Daher schied ein Holzboden fürs Badezimmer aus. Doch inzwischen wird das Naturmaterial immer häufiger als Bodenbelag verwendet. Besonders wichtig ist die Auswahl feuchteunempfindlicher Hölzer. Neben Überseehölzern wie etwa Teak eignen sich auch heimische Hartholz-Arten wie Eiche oder Lärche, die nur wenig quellen. Für die Auswahl des geeigneten Materials helfen die Experten im Holzfachhandel weiter. Auch ausgewähltes Fertig-Parkett lässt sich im Badezimmer verlegen.

Grundsätzlich sollte immer darauf geachtet werden, dass möglichst wenig Fugen entstehen, durch die Wasser und Feuchtigkeit in den Boden eindringen können. Zudem sollten Fugen mit Dichtungsbändern abgedichtet werden. Doch auch der Unterbodenaufbau muss fachgerecht abgedichtet werden, im Neubau ebenso wie bei der Altbausanierung. Der Bereich unter der Duschkabine und Badewanne sollte ausgespart werden, da diese Stellen vermehrt Feuchtigkeit ausgesetzt sind und die Luft nicht zirkulieren kann. Bei dem Einsatz von Fertig-Parkett im Bad raten Experten, den Boden vom Profi vollflächig verkleben zu lassen. Wandfugen müssen fachgerecht mit elastischem Dichtstoff wie Silikon abgedichtet werden.

Das sollten Sie bei der Pflege des Holzbodens im Bad beachten:

  • Kleinere Tropfen oder Spritzwasser sind für das Holz kein Problem, größere Wassermengen sollten aufgewischt werden.
  • Sollte der Bereich vor Dusche oder Badewanne nicht ausgespart und mit Fliesen gestaltet werden können oder soll der Holzboden im gesamten Bad verlegt werden, sollten schnell trocknende Vorleger verwendet werden.
  • Die Oberfläche des Holzbodens lässt sich mit wasserabweisenden Öllasuren behandeln und sollte je nach Beanspruchung regelmäßig nachgeölt werden.
  • Um die Belastung durch zu hohe Feuchtigkeit für das Holz zu minimieren, sollte regelmäßig gelüftet werden.

Alternative Bodenbeläge fürs Badezimmer: Worauf stehen Sie?

Für einen Holzboden im Bad eignen sich Dielen oder Parkett, die gründlich gepflegt werden wollen. Wem die Optik wichtiger als das Material ist, kann sich statt Holz auch für Laminat, PVC, Vinyl oder Fliesen in Holzoptik entscheiden.

Zudem stellen wir auch noch einige ausgefallene Ideen vor:

Laminat

Laminat ist der wohl am wenigsten für ein Badezimmer geeignetste Bodenbelag. Wer sich trotzdem für den mehrschichtigen Belag in Holzoptik entscheidet, findet hier alle Infos und Tipps: Laminat im Bad verlegen.

Vinyl- oder PVC-Boden

Sehr gut geeignet sind Vinylböden, die auch als PVC-Böden (Polyvinylchlorid) bekannt sind. Vinyl ist gegen Feuchtigkeit und chemischen Substanzen resistent und daher gut für den Einsatz im Badezimmer geeignet. Das Material gibt es in vielen unterschiedlichen Optiken, von Holz bis Stein ist alles vertreten. Außerdem ist der Boden fußwarm und für Fußbodenheizungen geeignet. Angeboten wird er als Klicksystem, als selbstklebende Planke sowie als Rollenware. Die Fugen zur Wand sollten in jedem Fall mit Silikon abgedichtet werden.

Kautschukboden

Ebenfalls aus natürlichem Material hergestellt ist Kautschukboden, der auch als Gummiboden bezeichnet wird. Das Naturprodukt ist extrem robust und strapazierfähig, außerdem fußwarm und rutschhemmend. Neben Rollenware wird Kautschukboden auch in Form von Kautschuk-Fliesen angeboten.

Keramik-Fliesen in Holzoptik

Perfekte Holzoptik versprechen auch Keramik-Fliesen, die wie Holz aussehen. Es gibt sie in unterschiedlicher Maserung und Farbe vieler Holzarten. Dies reicht von hellen wie Ahorn bis hin zu dunklem Holz wie Nussbaum. Diese Fliesen werden in verschiedenen Formen und Größen angeboten, beispielsweise lang und schmal wie eine Holzplanke. Wenn auch der Fugenmörtel auf die Farbe der Fliesen abgestimmt wird, entsteht ein täuschend echter Look.

Teppichboden

Wie wäre es mit Teppichboden im Bad? In Deutschland sich nicht alltäglich, doch auch wenn es im ersten Moment etwas ungewöhnlich klingt, bietet Teppichboden doch einige Vorteile. Angenehm warm und kuschelig an den Füßen, schützt der Teppichboden beim Schritt aus der Dusche oder Badewanne auch vorm Ausrutschen. Die Engländer mögen Teppich im Badezimmer, die Deutschen setzen hier meist auf Badezimmergarnituren, um zumindest kleinere Bereiche zu einer Komfortzone zu verwandeln.

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