Optimale Beleuchtungskonzepte für fensterlose Bäder

01.07.2016 12:02 von Trendbad24-Blog

Beleuchtung für ein fensterloses Bad

Bäder sind Orte, die als echte Wohlfühloasen oft liebevoll gestaltet werden. Damit das aber auch richtig zur Geltung kommt, und damit man sich auch tatsächlich in ihnen wohlfühlt, ist es wichtig, das Bad buchstäblich ins rechte Licht zu rücken. Das gilt umso mehr für fensterlose Bäder - nicht jeder hat den Luxus eines Badezimmers mit Tageslicht. Mit dem richtigen Beleuchtungskonzept und guter Lichtplanung muss das aber gar nicht immer ein Nachteil sein.

Die Basics

Die Grundlage eines jeden Beleuchtungskonzepts sind die einzelnen Beleuchtungspunkte:

  • Allgemeinbeleuchtung
  • Spiegelbeleuchtung
  • Akzentbeleuchtung

Die Allgemeinbeleuchtung ist wichtig, um das Bad gleichmäßig auszuleuchten, und auch, um Atmosphäre zu schaffen. Die Spiegelbeleuchtung dient hingegen vorwiegend dazu, um das Gesicht beim Rasieren und Schminken gut und vor allem gleichmäßig auszuleuchten. Eine Akzentbeleuchtung kann beispielsweise zusätzliches indirektes Licht sein - aber auch leuchtende Regalbretter, farbiges Licht in der Duschkabine oder einzelne, vom Spiegel etwas weiter entfernte Lichtelemente. Die Akzentbeleuchtung dient vor allem der Schaffung einer angenehmen Atmosphäre im Bad - sie ist weniger zweckorientiert, als mehr ein optischer und atmosphärischer Ausgleich bei der Lichtplanung.

Auch bei einem kleinen Bad ohne Fenster sollte man nicht auf diese Dreiteilung verzichten. Unterschiedliche (und unterschiedlich starke) Beleuchtung für unterschiedliche Zwecke und Situationen ist die Basis jedes guten Beleuchtungskonzepts. Der Schwerpunkt im fensterlosen Bad liegt allerdings nicht - wie in anderen Räumen - bei der Deckenbeleuchtung, sondern bei der Spiegelbeleuchtung, die auch in einem geeigneten Spiegelschrank integriert sein kann. Die Deckenleuchten brauchen nur so leistungsfähig sein, dass Sie das Bad gut (und gleichmäßig) ausleuchten. Mehr wäre schon zu viel.

Bei der Spiegelbeleuchtung ist einer der häufigsten und schlimmsten Fehler, den Spiegel von oben her zu beleuchten. Das lässt einen morgens noch müder aussehen, als man oft ohnehin schon ist, und führt auch zu "Lichtstreifen" die ein gleichmäßiges Ausleuchten des Gesichts verhindern und zudem unerwünschte Schatten werfen können. Spots oder Halogenstrahler über dem Spiegel sind auch keine gute Wahl: Ihr Licht ist zu hart und zu grell, und meistens auch zu kalt. Seitlich positioniertes, warmes Licht ist in jedem Fall die bessere Wahl.

Lichttemperatur im Bad: Kaltes oder warmes Licht?

Bei der Lichttemperatur und Lichtfarbe, so viel muss man klar sagen, scheiden sich die Geister. Zwar plädieren die meisten Lichtplaner und Baddesigner für ein möglichst warmes Licht (etwa durch mit Opalglas überdeckte Leuchten) und warme Lichtfarben. Eine recht häufig gegebene Empfehlung ist das sogenannte "Warmweiß" für ein Bad ohne Fenster, das einer Farbtemperatur von rund 3.300 Kelvin hat.

Allerdings kann bei manchen modernen Badgestaltungen hartes, kaltes Licht durchaus einen interessanten Akzent setzen und angenehm futuristisch wirken. Viele Menschen mögen durchaus dieses nüchterne, kühle Flair, das von hartem und kaltem Licht kommt, und zu vielen Gestaltungen passt es besser als warme Farben in einem Bad ohne Fenster.

Flexibel: LED Streifen im Trend

Eine gute Möglichkeit für angenehme Beleuchtung sind LED Streifen. Bei den Badgestaltungen der letzten Jahre findet man sie immer häufiger - und zwar an verschiedenen Orten. Das kann im Inneren einer begehbaren, bodengleichen Dusche als Akzentbeleuchtung sein, aber auch an den Rändern des Badezimmerspiegels oder als einzeln verteilte Streifen in der Decke des Bads. Auch Wände und Boden bieten Möglichkeiten, auf diese Weise Beleuchtungskörper unterzubringen.

LED Streifen bieten in manchen Fällen auch die Möglichkeit, die Lichtfarbe zu variieren - was recht angenehm sein kann. In anderen Fällen sind sie dimmbar und lassen damit verschiedene Lichtsituationen im Raum zu. Da der zarte Lichtschleier, den LED Streifen werfen, nicht in allen Fällen für die Ausleuchtung aller Bereiche genügt, muss man sie aber meist mit anderen Beleuchtungselementen kombinieren (zum Beispiel einer etwas stärkeren Deckenbeleuchtung).

Zimmerpflanzen für ein fensterloses Bad

Wer gerne etwas Grün in seinem Badezimmer hat, muss in einem Bad ohne Fenster nicht unbedingt komplett darauf verzichten. Die Auswahl geeigneter Pflanzen kann allerdings schwierig werden. Grundsätzlich brauchen alle Pflanzen natürliches Licht - und davon durchaus eine Menge. Wer nicht unbedingt eine separate Pflanzenbeleuchtung anlegen möchte (was bei guter Lichtplanung aber durchaus auch einen interessanten optischen Akzent setzen kann), sollte sich daher vor allem den Pflanzen zuwenden, die sehr wenig Licht benötigen.

Eine gute Wahl ist die Aspidistra, die sogenannte Schusterpalme. Sie wächst und gedeiht auch mit sehr wenig Licht recht gut. Allerdings sollte auch die entstehende Feuchtigkeit im Bad nicht allzu hoch sein. Das gilt auch für die häufig empfohlene Glücksfeder (Zamioculcas).

Eine sehr klassische Wahl ist das Einblatt, bei den Fachkundigen auch Spathiphyllum genannt. Anders als die Schusterpalme liebt es hohe Luftfeuchtigkeit und höhere Temperaturen, und benötigt sogar noch weniger Licht.

Sicherheitsaspekte beim Thema Badbeleuchtung

Nicht nur im Bad ohne Fenster sondern in allen Bädern sollte die eingesetzte Beleuchtung immer der nötigen Schutzklasse entsprechen. Im Bad sind das - abhängig vom Einbauort - entweder mindestens IP X4 (spritzwassergeschützt) oder IP X5 (strahlwassergeschützt). Leuchten und Leuchtmittel mit Schutzklassen darunter sollte man in Badezimmern grundsätzlich nicht verwenden. Für die Sicherheit und Unfallvorbeugung im Bad ist zudem auch eine ausreichende Ausleuchtung aller Bereiche ein wichtiger Aspekt, der unbedingt auch bei der Lichtplanung berücksichtigt werden sollte.

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