Sauna bei Erkältung - machen Sie der Erkältung Dampf

23.09.2016 09:00 von Trendbad24-Blog

Schwitzen gegen Erkältung

Die Sauna ist ein guter Ort zur Reinigung, Entspannung und Gesunderhaltung des Körpers. Bei einer Erkältung ist eine (Eigen)therapie angezeigt, welche die körpereigenen Abwehrkräfte auf Hochtouren bringt und Krankheitssymptome wie Schnupfen oder Heiserkeit mildert oder gar vollständig zum Abklingen bringt. Sauna bei Erkältung kann Sinn machen - wenn Sie den Trainingszustand Ihres Körpers und das Stadium der Erkrankung im Vorfeld achtsam berücksichtigen.

Gesundheitsförderndes Saunabaden - feuchte Wärme statt heiße Trockenheit für Saunagänger mit Erkältung

Viele Wellness-Einrichtungen bieten unterschiedliche Saunatypen an. Dabei ist das Dampfbad - unabhängig davon, ob in der russischen, türkischen oder römischen Variante - die erste Wahl zur Linderung von leichten Erkältungsbeschwerden - gefolgt von der Biosauna. Vorzüge der Dampfsauna:

  • Während eine Finnische Sauna bis auf Temperaturen über 80 Grad Celsius aufgeheizt wird, was mit hoher Lufttrockenheit (circa 10 bis 30 Prozent Luftfeuchtigkeit) einhergeht, herrscht im Dampfbad oder in der Biosauna ein Temperaturpegel im Bereich von circa 37 Grad Celsius bis circa 60 Grad Celsius.
  • Da die Luftfeuchtigkeit hier bei knapp 100 Prozent liegt, werden die Schleimhäute optimal befeuchtet und nicht zusätzlich durch Hitze und Trockenheit belastet.
  • Der Wasserdampf erleichtert das Atmen, indem er festsitzendes Sekret sanft aus Nase und Nasennebenhöhlen löst und beruhigend auf die unteren Atemwege wirkt.
  • Zudem macht die durch Wasserdampf erzeugte feuchte Wärme in Dampfbad oder Biosauna das Bindegewebe elastischer und entspannt Muskeln und Gelenke: Dies befreit häufig von den typischen Begleiterscheinungen einer Erkältung wie Spannungskopfschmerz oder diffuses Gliederschmerzen.

Ganz nebenbei werden Kreislauf und Stoffwechsel angeregt - körperinterne Vorgänge, welche als Frischekick an die Allgemeinbefindlichkeit weitergegeben werden. Passionierte Saunagänger berichten manchmal, dass eine latent spürbare Erkältung nach einem Saunabesuch erst richtig ausbricht: Die Symptome nehmen zu an Menge und Intensität - das Krankheitsbild verschlechtert sich zunächst. Dies darf als gutes Zeichen gewertet werden.

Saunieren aktiviert die Selbstreinigungskräfte des Körpers und treibt bestimmte Viren und Bakterien mit Hochdruck aus dem Körper. Die Chancen auf eine verkürzte Erkältungsphase stehen gut.

Sauna bei Erkältung - eine Frage der Selbsteinschätzung

Es gilt als erwiesen, dass regelmäßige Saunabesuche über das Jahr verteilt den Körper abhärten gegen äußere Einflüsse wie Viren und schlechte Bakterien - doch wann sollten Sie mit dem Saunieren pausieren?

Leichte Anzeichen einer Erkältung

Kitzelt die Nase als erstes Anzeichen einer Erkältung, so gehen Sie vermutlich von der wahrscheinlichen Annahme aus, dass es sich um eine zwar unerquickliche, aber an sich harmlose Bagatellerkrankung handelt. Eine Erkältung mit Schnupfen dauert mit oder ohne medikamentöse Behandlung 14 Tage, so sagt der Volksmund. Gegen Sauna bei leichtem Schnupfen ist nichts einzuwenden. Im ungünstigsten Fall gilt: Schad´ nix - nutzt nix.

Durchschnittliche Erkältung

Schwieriger wird es mit der Selbsteinschätzung, wenn sich zum Schnupfen weitere Erkältungssymptome gesellen wie beispielsweise hartnäckige Halsschmerzen, Ohrenschmerzen oder Beschwerden der unteren Atemwege wie beispielsweise Bronchitis. Regelmäßige Saunagänger dürfen auch dann saunieren - zur Sicherheit nach Rücksprache mit einem Arzt. Wahrscheinlich ist, dass die aktuelle Befindlichkeit über das Anfangsstadium einer harmlosen Erkältung hinausgewachsen ist.

Starke Erkältung

Eindeutig liegt der Fall, wenn Erkältungsbeschwerden mit erhöhter Temperatur oder Fieber (Normwert für Fieber rektal gemessen: ab 38,5 Grad Celsius) und/oder Schüttelfrost einhergehen. In diesen Fällen müssen Sie auf Saunabesuche verzichten, denn die Wahrscheinlichkeit, dass ein Aufenthalt in der Sauna auch ohne ausgiebige Nutzung von Tauchbecken oder Eisdusche die körpereigene Temperaturregelung aus dem Gleichgewicht bringt, ist hoch: Von Kopfschmerzen, Übelkeit und Schwindel bis hin zum Kreislaufkollaps sind viele unerwünschte Körperreaktionen möglich.

Wenn das Saunieren pausieren muss - die heilsame Wirkung von Wasser und Dampf im eigenen Bad nutzen

Frau genießt Schaumbad

Schon unsere Ururgroßeltern wussten von der lindernden Wirkung von Wasser und feuchtem Dampf auf Erkältungskrankheiten. Heute braucht es keine aufwendigen Vorbereitungen mehr, um ein Abklingen der Symptome im eigenen Bad zu beschleunigen - hier die drei feuchtwarmen Klassiker:

  • Erkältungsbad: Ein Vollbad in Ihrer Badewanne von 10 bis 20 Minuten Dauer bei einer Wassertemperatur zwischen 35 Grad Celsius bis 38 Grad Celsius - angereichert beispielsweise mit ätherischen Ölen von Campher oder Eukalyptus - befreit die Atemwege, erleichtert das Abhusten und erzeugt wohlige Wärme. Fertige Badezusätze gibt es in Drogerie und Apotheke
  • Erkältungsdusche - die Zwischendurchlösung für Eilige befreit die Nase vorübergehend und trägt bei zum körperlichen Wohlbefinden - enthalten sind auch hier meist Campher oder Eukalyptus
  • Ansteigendes Fußbad nach Kneipp: Stellen Sie eine Fußwanne mit auf 33 Grad Celsius erhitztem Wasser bereit. Tauchen Sie beide Beine ein und erwärmen Sie das Wasser durch langsamen Zulauf auf maximal 40 Grad Celsius. Die Anwendung soll etwa 20 Minuten betragen - als Belohnung für die Prozedur gibt es 20 Minuten Bettruhe. Besonders wirksam ist das ansteigende Fußbad nach Kneipp, wenn es bei den ersten Erkältungsanzeichen wie Niesen, Halskratzen oder Frösteln angewendet wird

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