Sturzgefahr im Bad - so können Senioren vorbeugen!

10.02.2015 14:17 von Trendbad24-Blog

Wer auch im Alter seinen Alltag selbstständig meistern möchte, muss bei der Gestaltung des Badezimmers viele Aspekte berücksichtigen. Hier erfahren Sie, wie die tägliche Hygiene erleichtert und die Sturzgefahr im Bad effektiv verringert werden kann.

Unerlässlich: Stützgriffe, Hebehilfen & Co.

Stütz-, Halte- und Hebegriffe in Dusche, Badewanne und im Toilettenbereich geben Sicherheit und ermöglichen eine komfortable Nutzung des Badezimmers. Im seniorengerechten Bad sind sie daher unverzichtbar. Ideal sind Griffe, die in verschiedenen Positionen einrastbar sind, um sie stets an die gegebene Situation anpassen zu können. Damit auch das Duschen und Baden leicht von der Hand geht, dürfen Sitzelemente hier nicht fehlen. Auch bodengleiche Duschwannen reduzieren das Unfallrisiko - und zwar nicht nur für Senioren.

Etwas teurer in der Anschaffung ist ein Wannenlift, der über einen Motor verfügt und Personen in die Wanne absenkt und auch wieder hinaushebt. Auch eine Seniorenbadewanne ist sehr praktisch. Zusätzlich können rutschhemmende Aufkleber, die direkt auf dem Dusch- oder Wannenboden befestigt werden, das Unfallrisiko senken.

So wird das Bad rutschsicher

Senioren im BadezimmerDer Boden im seniorengerechten Bad sollte auch nass möglichst rutschfest sein. Empfehlenswert ist es auch beim Kauf eines Badteppichs darauf zu achten, ob Matten und Badvorleger auf der Unterseite über eine Gummibeschichtung oder Noppen verfügen. Doch Vorsicht: Liegen die Matten nicht platt auf dem Untergrund auf, können sie selbst zur Stolperfalle werden!

Gleiches gilt für herum stehende Gegenstände wie etwa Wäschekörbe. Grundsätzlich gilt, dass im Badezimmer möglichst viel Bewegungsfreiheit gegeben sein sollte. Dazu gehört auch eine optimale Ausleuchtung, insbesondere der bodennahen Flächen, um Wasserreste und kleine Pfützen rechtzeitig zu erkennen. Optimal ist eine Kombination aus hellem Raumlicht und angenehmen Spiegellicht.

Den Toilettensitz seniorengerecht erhöhen

Konventionelle Toiletten sind für ältere oder gebrechliche Menschen meist viel zu niedrig. Ideal ist eine Sitzhöhe von etwa 48 Zentimetern, damit das Hinsetzen und Aufstehen möglichst mühelos gelingt. Im Sanitätshaus sind spezielle Sitzerhöhungen erhältlich, die auf jeder handelsüblichen Toilette montiert werden können.

Die verschiedenen Varianten reichen von einfachen Sitzerhöhungen über Aufsätze, die mehrfach verstellbar sind bis hin zu Modellen mit schwenkbaren Armlehnen. Die Kosten für eine Toilettensitzerhöhung sind überschaubar, größere Umbauten im Bad können jedoch den Geldbeutel stark belasten. In bestimmten Fällen gewährt die Pflegeversicherung daher Zuschüsse, etwa für bodengleiche Duschen oder höhenverstellbare Waschtische. Interessierte können sich dazu in Wohnberatungsstellen informieren.

Auch im Alter selbstständig bleiben

Mit den richtigen Hilfsmitteln können auch Senioren die tägliche Körperpflege ohne fremde Hilfe und vor allem auf sichere Weise bewältigen. Stützgriffe und Hebehilfen sind bei solchen altersgerechten Badezimmer ebenso wichtig wie ein rutschfester Bodenbelag und viel Bewegungsfreiheit.

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