Von Stein bis Zink - die Geschichte der Badewanne

24.03.2015 15:42 von Trendbad24-Blog

SteinbadewanneWährend lange vor unserer Zeit Menschen noch natürlichen Badewannen wie kleine Seen, heiße Quellen oder Tümpel aufsuchten, um sich zu baden blicken wir heute auf ein breites Spektrum an Wannenmodellen in unterschiedlichen Ausführungen und Materialien. Ein Blick zurück zeigt eine spannende Entwicklung der Badewannen auf. Von schweren Badewannen aus emailliertem Stahl bis hin zu topmodernen Whirlpools gibt es einiges zu entdecken.

Von Stein und Holz bis hin zur Zinkwanne

Während in der heutigen Zeit die Badewanne von einem hohen Prozentteil der Bevölkerung auch als Rückzugsmöglichkeit zum Entspannen und Kraft tanken genutzt wird, dienten Wannen in vergangenen Epochen zum Großteil nur der Reinigung des Körpers. Dieses Motiv sowie die beschränkten Herstellungsmöglichkeiten der Vergangenheit ließen eher ungemütliche Badewannen entstehen.

Im Römischen Reich wurde früh die therapeutische Wirkung des Wassers erkannt und so bediente man sich aus Stein gemauerter Schwimmbecken, im späteren Mittelalter konstruierten die Menschen wannenähnliche Behältnisse aus Holz. Im Zuge der Industrialisierung entstanden Anfang des 19. Jahrhunderts die ersten Wannenmodelle aus Eisenblech in verzinkter Ausführung, die erste emaillierte Stahlbadewanne kam 1906 auf den Markt. Die schweren Badewannen aus emailliertem Stahl wurden erst im Jahre 1990 von den leichten Kunststoffwannen abgelöst, die sich nicht nur wegen ihres geringen Eigengewichts, sondern auch wegen der hohen und vielseitigen Formbarkeit ihres Ausgangsmaterials durchsetzen konnten.

So hat mittlerweile weit über die Hälfte der deutschen Haushalte, nämlich 65%, eine Badewanne in ihren vier Wänden. Neben den äußerst populären Modellen aus Kunststoff bieten die Hersteller auch luxuriöse und exotische Badewannenmodelle aus elegantem Marmorstein oder edlem Kupfermetall. Aufgrund ihrer hohen Material- und Herstellungskosten nehmen diese Badewannen nur einen sehr geringen Anteil an den verkauften Wannenmodellen ein.

Bestens in Form

Antike WanneIm Laufe der Zeit änderte sich nicht nur die Materialbeschaffenheit, sondern auch Form und Aussehen der Badewanne. Für sehr lange Zeit eher klein, als Waschzuber in Küche oder Waschbereich anzutreffen, gewann die Badewanne erst sehr spät, mit wachsendem Wohnraum und wachsendem Wohlstand, an Größe. Die Badewanne stand nun auf Füßen im Badezimmer und hatte die oval-längliche Form ähnlich der heutigen Badewannenmodelle. Heutzutage dominieren die länglichen Körperbadewannen, die aber starke Konkurrenz von der Eckbadewanne bekommt, welche sich zunehmender Beliebtheit erfreut.

Die geräumige und mit Zusatzfunktionen wie Beleuchtung oder Radio ausstattbare Eckbadewanne ist insbesondere für Wellness und Erholung perfekt geeignet. Auch sprudelnde Badewannen, die sogenannten Whirlpools bzw. Jacuzzis, sind im Wohlfühlbereich sehr beliebt. Sie sind zwar kostspieliger in der Anschaffung, zaubern jedoch durch integrierte Luftdüsen, zum Teil in Kombination mit Wasserstrahlern, ein besonderes Entspannungserlebnis. Exoten unter den Badewannenformen sind die Sitzbadewannen oder Mega-Wannen für mehrere Personen.

Die Badewanne - mehr als nur sauber werden

In der heutigen stressbeladenen Zeit ist das Badezimmer für viele Menschen eine kleine Wohlfühloase, ein Refugium geworden. Doch warum fühlen wir uns im Bad so wohl? Entsprechende Badewannen-Modelle tragen im Wesentlichen dazu bei, dass sich ihre Besitzer entspannen und Kraft tanken können. Die heutigen Badewannenmodelle, überwiegend aus Kunststoff gefertigt und in den letzten Jahren auch gerne als Eckbadewanne gekauft, spielen hierbei eine große Rolle. Dabei bleibt nur noch zu überlegen: Welcher Badewannentyp sind Sie?

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